25 Jahre QBB

 

Information für die Medien
Rellingen, den 29. März 2009

25 Jahre im Dienste der grünen Riesen

Unbestritten gehören sie zu den besten Freunden der Bäume - und entsprechend viel tragen sie dazu bei, dass dem in Alexandras Song beklagten Sterben des Freundes Baum konsequent entgegengewirkt wird: Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert engagieren sich die Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft für Baumpflege und Baumsanierung (QBB) für die fachgerechte Pflege und Erhaltung der grünen Lungen unseres Landes, mischen sich ein und erheben immer wieder die Stimme, wenn es darauf ankommt. Ein Resümee:

Ob Baumdiagnose, Baumpflege, Baumsanierung oder Baumpflanzung, die QBB ist immer dann zur Stelle, wenn es um den fachkundigen Umgang mit Deutschlands Bäumen geht. Dies war schon so, als die Baumpflege hierzulande noch in den Kinderschuhen steckte: Am 29. März 1985 schlossen sich neun namhafte Baumpflegebetriebe zur Gütegemeinschaft Baumpflege und Baumsanierung zusammen. Gründungsmitglieder waren die Firmen Kusche und Frotscher Berliner Baumdienst, Berlin, Maurers Baumpflege, Röthenbach, Manfred Bayer, Essen, Hermann Stöteler GmbH Baumdienst, Ahaus, Baumchirurgie Bollmann, Ellerau, Klaus Hildebrandt GmbH, Hamburg, Osbahr GmbH, Uetersen, August Fichter, Dreieich, sowie Robert Keller, Kriftel.

Die Ziele des eingetragenen Vereins: ambitioniert. Möglichst frühzeitig sollten wichtige Qualitätsstandards in der sich entwickelnden Branche gesetzt, die Effektivität von Baumbehandlungsmaßnahmen gesteigert und die Baumpflegemethoden verbessert werden. Der Blick der Gründungsmitglieder war ebenso darauf gerichtet, neue Erkenntnisse in der Baumsanierung zu gewinnen und dauerhaft umzusetzen, wie darauf, die berufsständischen Interessen nachhaltig zu vertreten und so dem vergleichsweise jungen grünen Zweig „Baumpflege“ von vornherein eine angemessene Akzeptanz zu verschaffen. Einige Gründungsunternehmen der Gütegemeinschaft Baumpflege und Baumsanierung existieren noch heute und blicken somit auf eine lange erfahrungsreiche Tradition in der Branche zurück. So zum Beispiel die Firma Baumpflege Bollmann aus Ellerau, der Berliner Baumdienst, die Firma Osbahr aus Uetersen sowie die Fa. Bechstein als Nachfolgefirma der Firma Keller.

Fünf Jahre nach Gründung wurde der Begriff „Gütegemeinschaft“ im Titel des Vereins durch „Qualitätsgemeinschaft“ ersetzt, um künftig noch deutlicher zu betonen, dass die Gewährleistung einer hohen Ausführungsqualität oberstes Gebot der Initiative mit der neuen Kurzbezeichnung „QBB“ ist. Die von der QBB klar formulierten Regeln und technischen Vorschriften werden zugunsten einer umfassenden Qualitätssicherung von allen Mitgliedern anerkannt und verbindlich eingehalten.

Gemäß ihrem Motto „Qualität ist unser Auftrag“, fördert die QBB bis heute nicht ausschließlich einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern sowie deren Weiterbildung, sondern ist darüber hinaus bundesweit als kompetente Beraterin in diversen Kuratorien, Gremien und Ausschüssen aktiv, die mit der Ausbildung, Qualität und Innovation im Bereich Baumpflege betraut sind. Hierzu zählen neben der Interessenvertretung Deutsche Baumpflege (IDB) auch die Forschungsgesellschaft Landesentwicklung und Landesbau und der Arbeitskreis Baumpflege im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Mit Unterstützung der QBB entstanden wichtige Regelwerke, die über den neuesten Stand der Technik und korrekte Anwendungsmethoden informieren, so z. B. die „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege“, kurz „ZTV-Baupflege“, die „ZTV Großbaumverpflanzung“ und das „Musterleistungsverzeichnis Baumpflege“.

Trotz der Existenz von Richtlinien und Ratgebern wird die QBB immer wieder mit Mängeln in der Ausführung von Baumpflegemaßnahmen konfrontiert. Die Ursachen hierfür sieht der Verein im allgemeinen Preisverfall, in der unzureichenden Fachkenntnis einzelner Ausführungsbetriebe, aber auch in der unklaren oder unvollständigen Kommunikation geltender Gesetze. Hier besteht laut dem Vorsitzenden der QBB, Hans Rhiem, dringender Handlungs- und Beratungsbedarf. So auch aktuell beim am 1. März 2010 in Kraft getretenen Bundesnaturschutzgesetz: „Die im neuen Bundesnaturschutzgesetz bundesweit einheitlich festgelegten Regeln für den Gehölzschnitt werden immer wieder missverständlich oder einseitig interpretiert“, kritisierte der QBB-Vorsitzende Anfang März in einer Pressemitteilung. Sperrfristen und Verbote würden betont, aber im Gegenzug dazu nicht eindeutig und umfassend darauf hingewiesen, welche Maßnahmen während der Vegetationszeit im Sommer eindeutig erlaubt sind. Dies führe automatisch zu großen Unsicherheiten in der Branche, aber auch auf Seiten der Baumbesitzer, die nicht mehr wüssten, was wann erlaubt oder verboten ist.

Wie beim neuen Bundesnaturschutzgesetz nimmt sich die QBB immer wieder aktueller Themen und Probleme an und scheut hierbei nicht die klare Ansprache. „Wir werden auch weiterhin auf Qualitätsmängel reagieren und alles daran setzen, dass die von uns maßgeblich mit entwickelten Standards in der Branche auch umgesetzt werden“, so Rhiem. „Um dies zu erreichen, sind wir regelmäßig auf branchenspezifischen Veranstaltungen präsent und bauen unsere Beratertätigkeit für Firmen, Auftraggeber und Planer kontinuierlich aus.“

Qualität durch rechtzeitige und gute Beratung zu garantieren und die Entstehung von Fehlerquellen durch umfassende Information präventiv zu verhindern – hierfür steht das Engagement der QBB. In Seminaren, Schulungen und weiteren Fortbildungsveranstaltungen werden die Mitgliedsfirmen und die Mitarbeiter der QBB immer wieder auf den neuesten Wissensstand gebracht. Dies macht den Verein auch für potenzielle neue Mitglieder attraktiv – und auch dies ist ganz im Sinne der QBB: „Je mehr Mitglieder wir haben, desto lauter ist unsere Stimme. Wie in den vergangenen 25 Jahren soll die QBB auch weiterhin eine zentrale Rolle in unserer Branche spielen und hier für Qualität und Innovation stehen. Wir starten voller Tatendrang in das neue Vierteljahrhundert“, sagt Hans Rhiem.